Lochkasten und Lemo: Lernspiele, die sich selbst kontrollieren
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Lernspiele haben ein Imageproblem: Sie sehen oft nach Hausaufgaben aus. Der Kölner Lernspielverlag löst das anders – mit zwei Systemen aus Holz, die sich selbst kontrollieren und deshalb ohne Erwachsene funktionieren.
Der Lochkasten: das Kind prüft sich selbst
Das Grundgerät ist ein Holzkasten von 12 × 10 cm mit einem Holzstift am Band. Kartensatz einschieben, Stift ins Loch der gewählten Antwort stecken, an der Karte ziehen: Stimmt die Antwort, gleitet die Karte heraus. Stimmt sie nicht, bleibt sie stecken.
Das klingt simpel, hat aber eine Folge, die man unterschätzt: Niemand muss danebensitzen und korrigieren. Kein «Falsch, schau nochmal», keine enttäuschten Gesichter. Stift und Band sitzen mittig, Links- und Rechtshänder kommen gleichermassen zurecht.
Über 20 Kartensätze von 2 bis 9 Jahren
Der Reiz des Systems liegt in der Spanne. Es beginnt bei Tierischer Nachwuchs ab 2 Jahren, wo Tierbabys ihren Eltern zugeordnet werden. Es geht über Wahrnehmungsaufgaben im Kindergartenalter und endet vorerst beim Kleinen Einmaleins für die 2. Klasse. Ein Grundgerät, sieben Jahre Nutzung, Kartensätze ab 8 Franken.
Lemo: dasselbe Prinzip mit Gummibändern
Der Lemo-Holzrahmen kommt mit vier farbigen Gummibändern. Statt zu stecken wird gespannt: Zusammengehörendes wird mit einem Band verbunden. Das trainiert nebenbei die Feinmotorik – Gummibänder spannen ist für kleine Finger anspruchsvoller, als es aussieht. Alle Lemo-Kartensätze passen in denselben Rahmen.
Rüsselfuchs: Karten für den Familienalltag
Aus demselben Haus kommt Rüsselfuchs, eine kleine Manufaktur für Kartensets. Starke Taten versammelt 40 Umweltkarten in drei Kategorien: Alltagstaten zum Mitmachen, Entdeckerwissen zu Bienen, Plastik und Wald sowie nachhaltige Bastelideen. Ab 5 Jahren, im Format DIN A7 auf 400-g-Karton, in Deutschland produziert und plastikfrei verpackt. Die Tierillustrationen sind von Hand gezeichnet – ohne künstliche Intelligenz, wie der Verlag ausdrücklich festhält.
Häufige Fragen
Brauche ich das Grundgerät zu jedem Kartensatz?
Ja, einmal. Der Lochkasten und die Kartensätze werden getrennt verkauft: ein Holzkasten für 12 Franken, dazu Kartensätze ab 8 Franken. Wer bereits einen Kasten hat, kauft nur nach. Dasselbe gilt für Lemo mit seinem Holzrahmen – die beiden Systeme sind allerdings nicht untereinander kompatibel.
Ab welchem Alter lohnt sich der Einstieg?
Ab 2 Jahren mit Zuordnungsaufgaben wie «Tierischer Nachwuchs». Die Altersangabe steht bei jedem Kartensatz dabei und reicht bis 9 Jahre. Weil das Grundgerät gleich bleibt, lässt sich klein anfangen – mehr dazu im Überblick Spielzeug nach Alter.
Was macht die Selbstkontrolle aus?
Dass Kinder üben können, ohne beobachtet zu werden. Fehler bleiben privat, Wiederholungen fühlen sich nicht nach Prüfung an. Das ist auch der Grund, warum solche Materialien in der Montessori-Pädagogik einen festen Platz haben.
Taugt das für unterwegs?
Der Lochkasten ist mit 12 × 10 cm dafür gemacht – er passt in den Kindergartenrucksack und behält im Auto alle Teile beisammen, weil der Stift am Band hängt. Die Kartensets von Rüsselfuchs im A7-Format sind ebenfalls reisetauglich.
Alle Kartensätze und Grundgeräte findest du in den Kollektionen Kölner Lernspielverlag und Rüsselfuchs – weitere Ideen unter Kreativ + Entdecken.



